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Ist der zunehmende Onlinehandel Schuld am Aussterben der Innenstädte?

Ist der zunehmende Onlinehandel Schuld am Aussterben der Innenstädte?

Der Obere Markt in Schwarzenberg
Der Obere Markt in Schwarzenberg
Schwarzenberg, 27. Juli 2020. Schaut man sich in Schwarzenberg, Annaberg , Aue oder Schneeberg um, so tritt das Problem noch nicht so offen zu Tage wie anderenorts in Sachsen: Schon seit einigen Jahren zeichnet es sich in mittleren Städten ab, dass es immer mehr Leerstände gibt, sogar in guten Innnenstadt-Lagen. Dieses Städtebild leer stehender Geschäftsräume und ganzer Einkaufspassagen wird dem stark anwachsenden Onlinehandel zugeschrieben: Wir bestellen und kaufen immer mehr im Internet. Die Gründe hierfür sind so plausibel wie auch einfach.

Zum einen ist es die Bequemlichkeit, denn mit nur wenigen Klicks kann man zu Hause am PC im Internet binnen weniger Sekunden bestellen. Die gewünschte Ware kommt bis vor die Haustür oder an die Wohnungstür, die Zeitspanne von der Bestellung bis zur Auslieferung ist gering und wem es nicht gefällt, kann das Ganze auf selbem Weg wieder retour gehen lassen.

Was allerdings ebenfalls als triftiger Grund für das Onlineshopping immer wieder in den Vordergrund rückt ist allein die Tatsache, dass man von zu Hause alles bewerkstelligen kann. Das Shoppen im Netz ist mittlerweile um ein Vielfaches beliebter, als das in der realen Umgebung, wenn es nicht gerade auf das Einkaufserlebnis oder das Gespräch mit einem Verkäufer ankommt. Allein die Fahrt zur Stadt oder in die City, die Suche nach einem Parkplatz und eben auch das ständige Laufen von einem Laden zum nächsten macht müde, mürbe und artet nicht selten zu Frust aus, wenn die gewünschten Artikel nicht vorrätig sind. Da ist die Auswahl und auch die Vorrätigkeit im Internet deutlich übersichtlicher und einfach besser.

Allerdings machen das Shoppen und der Bummel durch die Stadt das ganze Unterfangen schließlich aus: Gemütlich von einem Laden zum nächsten zu gehen, mit der Freundin im Arm dabei hier und da eine Tasse Cappu zu schlürfen, Smalltalk zu halten, um dann wieder loszulegen und womöglich am Abend bei einem Gläschen Wein in Beiers Kunst & Kneipe im Schwarzenberger Künstlergässchen die erfolgreiche "Jagd" ausklingen zu lassen. Hier stehen sich Offline-Vergnügen und Online-Shoppen vis-a-vis oder besser gesagt frontal gegenüber.

E-Commerce im Wandel der Zeit


E-Commerce ist in aller Munde und es werden immer mehr clevere Strategien umgesetzt, mit denen Unternehmen noch effektiver und erfolgreicher ihren Onlinehandel forcieren und steigern. Wie sich in Zukunft der E-Commerce weltweit entwickeln wird, erfährt man unter anderem hier.

Nach dem Shopping in Schwarzenberg geht es ins Künstlergässchen, vielleicht wartet ja gerade Livemusik?
Nach dem Shopping in Schwarzenberg geht es ins Künstlergässchen, vielleicht wartet ja gerade Livemusik?

Die Frage, in wie weit sich der Onlinehandel immer stärker in den Vordergrund stellt in der freien Marktwirtschaft, zeichnet sich schon jetzt recht deutlich ab, denn dass Unternehmer sich immer mehr den Handel im Internet als zweites Standbein aufbauen und ihre Angebotsstrategien immer stärker ausweiten und sich breit gefächert aufstellen, zeigt sich zunehmend.

Ob es sich dabei nun um eine stärkere Konzentration voll und ganz auf den Onlinehandel handelt, bleibt dahingestellt. Noch immer sind die Zuläufe von Kunden und Besuchern als potenziellen Käufern in den Geschäften der Städte recht groß - und dies, obwohl die jeweiligen Unternehmen und Dienstleister ihre Angebote wie auch Leistungen zeitgleich online auf ihren Websites vollumfänglich präsentieren. So entsteht quasi eine Art Kampf zwischen Onlinehandel und der Offlinepräsenz im direkten Vergleich vieler Firmen, Dienstleister und Unternehmer auf dem Weltmarkt.

Es gibt nichts, was nicht im Internet angeboten wird


Dass die Auswahl im Netz meist größer ist, erklärt sich automatisch, schließlich sprechen wir hier von einer weltweiter Vernetzung der Superlative. Vom Kaffeebecher mit Gravur bis hin zum Kinderwagen, der Second-Hand Handtasche, oder auch außergewöhnliche Dinge, wie wenn man z.B. ein Longboard kaufen will, welches ein ganz besonderes sein soll. Oder auch die perfekte Buchsammlung und Enzyklopädie, nach der man schon seit Jahren suchte und vieles mehr: Das Internet spuckt alles aus, was in der Suchleiste als Begriff eingegeben wird, was in irgendeiner Form damit zusammenhängen könnte - und dies ist offline nun mal eben nicht möglich. Dieser Online-Vorteil ist ein großer Punkt, der ebenfalls zu Leerständen in den Städten beitragen kann.

Werbestrategien und E-Commerce Kampagnen


Clevere Unternehmen setzen heute immer mehr ihren Fokus auf ihre Visitenkarte im Internet. Nach wie vor suchen potenzielle Käufer in steigender Anzahl das Netz auf, um den einen oder anderen Anbieter oder Artikel dort zu finden. Damit der Internetauftritt auch professionell und gut präsentiert wird und auch dementsprechend in Anspruch genommen wird, holen sich Unternehmen Agenturen wie die Shopify Agentur eBakery mit ins Boot. Mit gut ausgeklügelten Shops und ganz gezielten Marketingstrategien entstehen auf diese Weise Websites der Unternehmen, die wie von Geisterhand betrieben scheinbar von ganz allein funktionieren und den Handel im Internet neben dem Offlinehandel auf dieser Ebene um ein Vielfaches antreiben und steigern können.

Dass der E-Commerce schon längst Gang und Gäbe für Unternehmen ist, zeigt sich an der starken Präsenz. Doch ob der Offlinehandel und damit die Geschäftswelt in den Städten noch weiter geschwächt wird, bleibt zu beobachten und abzuwarten. Hier sind clevere Stadtmarketingstrategen gefragt, die mit ausgefallenen Events und Ideen das Stadtleben wieder beflügeln können.

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